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Vermutlich ab der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts befand sich am Ort
die Residenz eines so genannten "Komturs", eine "Komturei"
oder "Kommende", deren Anwesen sich auf einem ansehnlichen Areal
zwischen Holzstraße, Kapuzinerstraße und Ignazgäßchen
erstreckte. Es handelte sich um einen großen, burgartig befestigten
Gutshof, von dem die in der Bodega sichtbare Natursteinmauer bis zum heutigen
Tag ein eindrucksvolles Zeugnis abgibt. In den geräumigen Scheunen
und Kellern wurden die Erträge aus den umliegenden Templer-Güter
engelagert, wobei ein Drittel des erwirtschafteten Gewinns für die
Finanzierung der Kriege im heiligen Land abgeführt werden musste.
Äußerst verkehrsgünstig an einem Knotenpunkt wichtiger
Fernstraßen gelegen (der heutigen "Graben") hatte der
Tempelhof zudem die Aufgabe, Reisende Ordensmitglieder und Pilger aufzunehmen
und zu versorgen.
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